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19.07.10

Hitzewelle: So viel müssen Hunde und Katzen trinken

Von: TASSO e.V.

Trinken, trinken, trinken! Was bei den derzeitigen Temperaturen für Menschen gilt, müsste doch auch für Hunde und Katzen richtig sein, oder?

"In den letzten Tagen erhalten wir viele Anfragen dieser Art", erzählt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Der Flüssigkeitsbedarf bei Menschen und Hunden beziehungsweise Katzen liegt tatsächlich auf ähnlichem Niveau, erklärt denn auch Ferdinand Nießen, Tierarzt in Düsseldorf. 30 bis 40 Milliliter handwarmes Leitungswasser pro Kilo Körpergewicht, so lautet seine Empfehlung. Für einen 80 Kilo schweren Mann wären dies pro Tag wenigstens 2,5 Liter, ein 20 Kilo schwerer Hund käme auf eine Tagesration von 0,6 bis 0,8 Liter, eine 5 Kilo schwere Katze wäre schon mit einem kleinen Schälchen Wasser zufrieden.

Dass manche Vierbeiner selbst relativ kleine Mengen Wasser verschmähen, müsse nicht unbedingt Anlass zur Sorge sein, so der Tierarzt. Denn Hunde und Katzen schwitzen nicht wie der Mensch am ganzen Körper, sondern nur an den Pfoten und geben somit nur wenig Flüssigkeit an die Außenwelt ab. Den größten Teil der für die Abkühlung nötigen Verdunstung erledigen sie durch Hecheln, Katzen lecken zudem noch ihr Fell, der verdunstende Speichel kühlt.

"Beim Flüssigkeitshaushalt spielt nicht nur das Trinken eine Rolle, sondern auch das Fressen", sagt Nießen. "Ernähren sich Hund oder Katze überwiegend mit Feuchtfutter, kann dessen Wassergehalt zum Tagespensum addiert werden." Eine Umstellung von Trocken- auf Feuchtfutter sei aber nicht unbedingt notwendig: "Die Futterkringel oder -Bröckchen mit warmem Wasser übergießen und zehn Minuten quellen lassen. Den meisten Hunden und Katzen schmeckt eine solcher Brei."

Zur einfachen Kontrolle, ob der Hund genügend Flüssigkeit aufgenommen hat, empfiehlt Nießen die Fingerprobe im Maul. "Sind die Lefzen innen noch richtig nass, ist alles in Ordnung!"



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