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1. FCK

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12.01.10

Fragen Sie Dr. Winter?

 

Wenn ich mein Pferd absattele hat es an der Stelle, an der der Sattel auflag, aufgerauhtes Fell. Was kann ich tun?

 

Offensichtlich leidet Ihr Pferd unter Satteldruck. Er entsteht, wenn der Sattel nicht richtig angepasst ist und es zu Druckstellen auf dem Rücken des Pferdes kommt. Selbst wenn der Sattel passt können solche Druckstellen durch Knicke in den Sattelunterlagen entstehen. Auch Verschmutzungen in der Satteldecke führen zu solchen unangenehmen Hautveränderungen. Wenn die Sattellage nicht gleichmäßig nass geschwitzt ist, ist auch dies ein Zeichen für einen unpassenden Sattel, denn entweder werden die trockenen Stellen gar nicht berührt oder der Sattel drückt so auf die Haut, dass die Schweißproduktion unterbunden wird. Wenn der Sattel so auf die Haut drückt, entstehen Schwellungen und im fortgeschrittenen Stadium fallen die Haare aus. Wenn diese wieder nachwachsen, sind sie bei farbigen Pferden meist weiß, da die Haut und die Pigmentierung gestört wurden. In besonders schlimmen Fällen kommt es zu offenen Entzündungen der Haut, in diesem Fall ziehen Sie bitte sofort Ihren Tierarzt zu Rate, der die empfindliche Stellen behandeln wird. Ansonsten darf dem Pferd der nicht passende Sattel nicht mehr aufgelegt werden. Einen optimal passenden Sattel könnte man theoretisch ohne zusätzliche Decke benutzen, jedoch ist es für das Material des Sattels schädlich, ungeschützt dem Talg und dem Schweiß des Pferdes ausgesetzt zu sein. Spezielle druckresorbierende Gelpads können nur einen kleinen Ausgleich leisten, wenn ein Sattel nicht optimal passt. Zum Wohle des Pferdes ist daher eine kompromisslos genaue Passform des Sattels sinnvoll. Mittlerweile gibt es zur Kontrolle der Sattelpassform und zur Vermeidung von Druckschäden durch den Sattel verschiedene elektronische und konventionelle Analyseverfahren. Auf dem stehenden Pferd ist die relativ genaue Vermessung mit Hilfe von Messgittern (Rückenabdruck) möglich. Am gerittenen Pferd kann man eine Passformkontrolle mit computergesteuerten Druckmessmatten durchführen. Mit speziellen weichen Gelpads kann man einen Abdruck erzeugen, an denen man die Stellen, an welcher der Sattel besonderen Druck ausübt, erkennen kann.

Da Ihr Pferd zur Zeit nur aufgerauhtes Fell zeigt, ist es am sinnvollsten, sich direkt mit einem Sattler zu verabreden, der Ihrem Pferd einen Sattel anpassen kann. So vermeiden Sie das Fortschreiten der Erkrankung.



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