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30.10.09

Tierfriedhöfe

Von: Derrant Georgina

ein schöner Ort der Erinnerung - auch für Kinder ein Ort der 1.000 Fragen

November, Monat des Totengedenkens. Gräber werden hergerichtet und Kerzen für die Verstorbenen angezündet. Auch auch auf den Tierfriedhöfen werden die kleinen Gräber – winterfest – gemacht. Die Gräber werden mit Herbstblumen geschmückt und später mit Tannengrün abgedeckt. „Max“ hatte immer so kalt, als er älter war, jetzt werden wir sein Grab mit einer dichten Decke aus Tannenzweigen abdecken.

Solche und ähnliche Gespräche kann man dann auf dem Tierfriedhof hören. Die Menschen erinnern sich der schönen, langen Sparziergänge die sie mit Ihren treuen Gefährten – gerade im Herbst unternommen hatten. Es ist die Zeit über die Vergänglichkeit nachzudenken. Die Natur hat alles gegeben und bereitet sich jetzt auf eine Winterpause vor. Mit unseren Haustieren leben wir oft viele Jahre zusammen. Sie sind (leider) für viele Menschen oft die einzigen und treuesten Sozialpartner. Aber sie sind auch eine Verbindung zu Außenwelt. Mit einem Hund muss man rausgehen, man trifft Menschen und kommt ins Gespräch.

Unsere ersten Hunde haben wir beim Tierarzt gelassen. Ich darf da gar nicht mehr daran denken. Es gab halt noch keinen Tierfriedhof. Dass ich meinen Jimmy jetzt hier auf einem Tierfriedhof beerdigen konnte und weiß wo er liegt, ihn besuchen kann, wenn ich das Bedürfnis habe, ist mir ein großer Trost.
Tierfriedhöfe sind keine traurigen Orte, es sind Orte der Erinnerung und der Zuversicht. Die Menschen hoffen auf ein Wiedersehen mit Ihren Angehörigen und ihren Tieren. Die Tierfriedhofsbetreiber hören immer wieder den Satz: „Ich glaube dass auch Tiere eine Seele haben und dass wir uns irgendwo einmal wiedersehen. wenn es einen Himmel gibt, dann für alle Geschöpfe“.

Für Kinder ist der Besuch eines Tierfriedhofs eine großes Erlebnis, Sie können hier die Achtung und den Respekt vor anderen Lebewesen lernen. Wenn mal einmal die vielen Fragen von Kinder bei einem Rundgang über den Tierfriedhof beantwortet hat weiß man, dass gerade schon kleine Kinder sich oft auch Gedanken über Tod und Sterben machen. Die Fragen werden von den Erwachsenen nur sehr ungern beantwortet oder übergangen. Aber Kinder haben ein ganz natürliches Interesse und auch keine Scheu zu fragen: „Woran ist denn die Katze gestorben, war die krank oder war die schon ganz alt – wie meine Oma?. Die Brücke zwischen Mensch und Tier wird geschlagen.

Tierfriedhofsbetreiber sind keinesfalls nur Tierfreunde, im Gegenteil die Liebe zu Menschen, Ihren Sorgen und Nöten ist mindestens genau so wichtig. Wenn Kinder an der Beerdigung ihres geliebten Hundes oder ihrer Schmusekatze Abschied nehmen, rührt das auch nach Jahren und vielen Beerdigungen immer noch und den Tierbestatter. Dann bekommt oft noch ein kleines selbstgemaltes Bild oder eine Blume mit ins Grab oder ein Knabberknochen - für die Reise.
Hier können Kinder auch lernen Verantwortung zu übernehmen. Tiere sind ja schließlich keine „Wegwerfartikel“.



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