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Die oberflächenorientierten Fische haben ein etwas skurriles Äußeres, da sich ihre immense Brustmuskulatur in einem weit nach unten gezogenen, beilförmigen Brustraum versteckt. In der Natur nutzt der Beilbauch seine ausgeprägte Brustmuskulatur dazu, um sich vor Fressfeinden im Wasser in Sicherheit zu bringen. Er springt mit aller Kraft aus seinem natürlichen Lebensraum, dem Wasser, hinaus in die Luft und nutzt seine Brustflossen in einer raschen Auf- und Ab- Bewegung dazu, eine möglichst weite Strecke –weg von der Gefahr- zurückzulegen. Seine Richtung zu ändern oder Kurven zu fliegen ist dem Beilbauchsalmer jedoch nicht möglich. Die beim „Flug“ gewählte Startrichtung muss bis zum Wiedereintauchen ins Wasser beibehalten werden. Auch für die Futterbeschaffung wird seine Sprungkraft ausgenutzt. Fluginsekten werden so nicht nur an der Wasseroberfläche, sondern auch in der Luft erbeutet.
Wichtig ist, beim Füttern im Aquarium zu beachten, dass man diesen an der Oberfläche lebenden Fischen auch das passende, schwimmfähige Futter anbietet. Auch sollen die Beilbäuche aufgrund ihrer „Flugfähigkeiten“ nur in abgedeckten Aquarien gehalten werden. Für offene Becken sind diese Fische vollkommen ungeeignet, denn wir wollen ja nicht riskieren, dass die Tiere sich vor irgendetwas erschrecken und plötzlich durch unser Wohnzimmer „fliegen“.
Man unterscheidet drei Gattungen von Beilbauchfischen: Carnegiella, die nur kleine Arten enthält, Gasteropelecus mit den mittelgroßen und Thoracocharax mit den ganz großen Arten. Es ist also für jeden Aquarianer etwas Passendes dabei. Wichtig bei den Beilbauchsalmlern ist auch, dass diese immer in einem möglichst großen Schwarm gehalten werden.
Vielleicht beleben ja diese friedlichen, geselligen Tiere mit ihrem tollen Aussehen bald die obere Wasserregion Ihres Aquariums? Über die Farb- und Artenvielfalt sowie über die Ansprüche der Beilbauchsalmler können Sie sich ja im Fachgeschäft Ihres Vertrauens beraten lassen.
Wenn Sie nach einem ungewöhnlich aussehenden, faszinierenden Oberflächenbewohner für Ihr Süßwasseraquarium suchen, könnte der so genannte Schmetterlingsfisch (Pantodon buchholzi) genau der richtige Fisch für Sie sein. Typisch sind die flügelartigen Brustflossen sowie das nach oben gerichtete Maul, und dass er mit Hilfe seiner Schwimmblase Luft atmen kann. Seinen deutschen Namen hat er nicht von ungefähr, denn mit seinen zarten, verlängerten Flossen scheint er wie mit Flügeln an der Wasseroberfläche zu schweben, auch erinnert sein Aussehen, blickt man ihn von oben an, stark an einen Schmetterling. Lassen Sie sich aber durch sein Aussehen nicht täuschen, denn es handelt sich hier um eine sehr widerstandsfähige, räuberische Fischart. In ihrer ursprünglichen Heimat (West- und Zentralafrika) ernähren sich die „Schmetterlinge" hauptsächlich von Insekten, welche entweder ins Wasser fallen oder aber auch im freien, oft bis zu 5 m weiten Flug aus der Luft gegriffen werden. Aber auch Mückenlarven und Fische jeglicher Art, welche ins Maul der Schmetterlingsfische passen und sich an der Oberfläche befinden, gehören in ihr Beuteschema. Dies sollte man auf jeden Fall berücksichtigen, falls man sich diese auffälligen, 10-15 cm groß werdenden Tiere zulegen möchte. Zur Vergesellschaftung eignen sich robuste, nicht zu kleine Arten der unteren und mittleren Wasserregionen (andere an der Oberfläche schwimmende Arten werden vom Schmetterlingsfisch als Konkurrenz angesehen und –bestenfalls- verjagt), die Beckengröße sollte mindestens 100 cm betragen. Für offene Aquarien ist dieser Fisch auf Grund seiner Sprungfreudigkeit natürlich nicht geeignet. Auch sollte man die Tiere mit möglichst Natur nahem Futter ernähren, d.h., neben schwimmfähigem, proteinhaltigem Trockenfutter sollte auf jeden Fall auch das im gut sortierten Fachhandel erhältliche Lebend- oder Frostfutter gereicht werden. Mutige Aquarianer kaufen ihren Lieblingen als Leckerbissen auch gerne einmal lebende Heimchen, welche gierig von den „Schmetterlingen" angenommen werde. Wem es Spaß macht kann aber im Sommer auch schon einmal selbst als Leckerbissen diverses Lebendfutter, z.B. Motten, einfangen. Die im Handel angebotenen Schmetterlingsfische stammen fast ausschließlich aus der Natur, da sich die Zucht als sehr schwierig (aber nicht unmöglich) gestaltet. Nach einer wunderschön anzusehenden Balz legt das Weibchen bis zu 200 ölige Eier, welche an der Wasseroberfläche schwimmen.
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