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08.10.09

Die „Lauschräuber“

 

Die Aquarianer kennen diese Fische als Kaiserbuntbarsche. Sie sind sowohl als Wildfänge als auch mit Nachzuchttieren in vielen Aquarien vertreten.

Der Aulonocara, so sein lateinischer Artnahme, ist im Malawisee ( es ist der neuntgrößte See der Welt) zu Hause. Mit einer Länge von 600 km, einer Breite bis zu 80 km und einer Tiefe von bis zu 700 Metern bedeckt der in Ostafrika befindliche Binnensee eine Fläche von 31 000 km². Zurück zu unserem Lauschräuber.

Weniger bekannt ist, daß diese zwischen der Felsenküste und den großen Sandbänken des Malawisee´s lebenden Cichliden eine Besonderheit besitzen, die erst neuerdings erforscht wurde. Die Aulonocaras haben sozusagen Ohren unter Wasser, welche in der Lage sind zum Beispiel bei der Futtersuche, im Sinne von Detektoren, ergänzend eine größere Aufnahmefähigkeit zu erreichen. Durch dieses vergrößerte Seitenlinien-System, zu erkennen im unteren Teil des Kopfes in Form von Furchen und Gruben, können diese Fische vor allem in dunklen Höhlen oder unmittelbar über der Sandfläche fast unbeweglich verharrend auf Futtersuche gehen. Die maximale Größe dieser felsenbewohnenden Art beträgt 13 cm und ist

daher als Aquarienfisch ideal geeignet. Aber Vorsicht – zusammensetzen sollte man diese Zierfische nur mit Malawi- Viktoria- oder Tanganjikasee Cichliden. Dann ist eine meerwasserähnliche Gestaltung des Unterwasserbereichs möglich. Die Tiere fressen kleine Krebstiere, Würmer und natürlich das im Fachhandel erhältliche Spezialtrockenfutter für ostafrikanische Barsche. Das Wasser sollte eine Temperatur von 23° C – 28° C, pH Werte zwischen 7,8 bis 8,5 und eine leichte Tendenz zu Sodawasser haben, da vermutet wird der Malawisee wird auch durch Sodaquellen gespeist. Messungen ergaben, daß die Karbonathärte höher als die Gesamthärte des Wassers ist.



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