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„Die SPD-Funktionäre in Stadt- und Kreisverband Kaiserslautern haben die bestehenden Tourismusstrukturen diskutiert. Der parteiinterne Stadtentwicklungsausschuss, welcher sich hinter den Kulissen seit Monaten mit diesem Thema befasst, hatte diesbezüglich hervorragende und überaus fundierte Vorarbeit geleistet und die Ergebnisse präsentiert.
Mit jährlich etwa 200.000 Gästen in Stadt und Kreis und knapp einer halben Million Übernachtungen in der Region Kaiserslautern Stadt und Kreis wird eine Nettowertschöpfung von etwa 23,5 Millionen Euro erzielt. Tourismus ist zwar nicht der stärkste, aber ein beachtlicher Wirtschaftsfaktoren in der Region. Demgegenüber wird allerdings das Thema Touristik aus Sicht der Sozialdemokraten aus Stadt und Kreis schlichtweg vernachlässigt. Die Vorsitzenden Oliver Guckenbiehl aus der Stadt und Thomas Wansch aus dem Kreis bringen es auf den Punkt: „Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Die Stadt auf der einen und die vielen Ortsgemeinden im Landkreis auf der anderen Seite. Die Region Westpfalz wird touristisch einfach nicht wahrgenommen.“
Aus einer Feststellung wurde eine Frage: „Der Pfälzer Wald kann sich doch nicht mit dem Schwarzwald messen lassen“ ließ eine SPD-Politikerin verlauten. Warum denn eigentlich nicht, fragten sich anschließend mehrere. Schließlich könne der Pfälzer Wald mindestens genauso viele bzw. genauso attraktive Plätze aufweisen.
Die SPD favorisiert ein Zwei-Säulen-Modell. Derzeit wird das Thema Tourismus in der Stadt in den Ortsgemeinden von den jeweiligen Verwaltungen und politischen Verantwortlichen selbst organisiert. Das Zwei-Säulen-Modell unterscheidet sich insoweit von dem bisherigen, dass Tourismus in einem noch zu gründenden Verein oder in einer GmbH ausgegliedert von den Verwaltungen betrieben wird. Die Stadt, die Ortsgemeinden und deren Mandatsträger haben dann nur noch über die Finanzierung und Grundausrichtung zu entscheiden. Auf der anderen Seite wären Tourismus- und Marketing-Fachleute für die Region insgesamt zuständig. Der SPD ist damit klar, dass dies einen Wegfall von Kompetenzen sowohl für die Stadt als auch für die Ortsgemeinden bedeutet. Um aber als attraktive Region besser wahrgenommen zu werden, scheint dies der einzig gangbare Weg.
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