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Heute Vormittag wurde die Dachplatte für den neuen Ausgang aus den unterirdischen Fluchtgängen der ehemaligen Kaiserpfalz mit einem Tieflader angeliefert. Die neun Tonnen schwere Dachplatte aus Hochleistungsbeton wurde mit einem Kran auf die Stahlkonstruktion gehoben und dort verschraubt und verklebt.
Filmbeitrag: http://www.youtube.com/watch?v=8zxwjcELKrg&feature=youtu.be
Die innovative Entwicklung der Firma DUCON und der TU Kaiserslautern ist die erste ihrer Art überhaupt. „Es ist die dünnste Dachplatte aus Hochleistungsbeton ohne Abdichtung“, berichtet Dr. Stephan Hauser, Geschäftsführer der Firma Ducon. "Es handelt sich bei bei der speziellen Betontechnologie um DUCON. Nur mit dieser Technologie können diese schlanken und gleichzeitig tragenden Bauteile erzielt werden. Darüber hinaus ist das Bauteil wasserdicht und hat eine glatte, porenfreie Oberfläche."
Entstanden ist die Betonplatte in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Bauingenieurwesen, Massivbau und Baukonstruktion der TU Kaiserslautern. „Das Dach bildet eine filigran gestaltete Dachplatte aus Hochleistungsbeton – ein innovativer und neu entwickelter Werkstoff der den Wissenschaftsstandort Kaiserslautern reflektiert und so den Bogen zwischen Tradition und Moderne schließt“, ergänzt der ausführende Architekt Klaus Meckler, dessen Unternehmen den Ausgang für die Stadt Kaiserslautern entworfen und geplant hat und die Bauleitung innehat.
Der Entwurf für die Neugestaltung und Überdachung des Ausgangs aus den unterirdischen Gängen soll mehr als ein reiner Zweckbau sein. An der Stelle des Ausgangs der Fluchtgänge befand sich ehedem der Zugang zu Burg und Schloss. Die historischen Mauerreste mit Gurtbogen werden als archäologisches Fenster gezeigt.
Der Baukörperentwurf soll einen Brückenschlag zwischen der Moderne des Rathauses, der mittel- alterlichen Geschichte dieses Ortes und der Jetztzeit herstellen. Die helle Bodenplatte des Baukörpers schwebt leicht über dem heutigen Stadtboden und wurde in Verbindung mit der tragenden geschliffenen Sichtbetonwandscheibe hergestellt. Die Aussparung in der Wandscheibe wird künftig einen Monitor aufnehmen auf dem mediale Präsentationen zu Burg und Schloss – aber auch aktuelle Themen gezeigt werden können.
Die Transparenz des Baukörpers wird durch schlanke Stahlrahmen und eine Ganzglaskonstruktion gewährleistet. Sie ist auch Träger für museografische Darstellungen von Pfalz und Schloss. Besucher unserer Stadt können so einen ersten Eindruck von der historischen und neuen Stadtmitte erhalten.
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