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Schulklassen kommen auf den Stiftsplatz
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Zahlreiche Gäste hatten sich zum Spatenstich für den Blindengarten auf dem Kaiserberg, dem Gelände der Gartenschau Kaiserslautern, eingefunden. Beigeordneter und Sozialdezernent Joachim Färber begrüßte die Umsetzung des Gartens und hob hervor, dass Projekte wie diese die Stärken der Sozialen Stadt Kaiserslautern gut kombinierten. „Der Blindengarten wird für Beeinträchtigte und Nichtbeeinträchtigte Menschen da sein, die neue Erfahrungen machen möchten. Ich bin hocherfreut über die Umsetzung des Mikroprojektes im Rahmen des Programms ‚Stärken vor Ort’“, sagte Joachim Färber. David Lyle, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Integrationsgesellschaft, unterstrich die Bedeutsamkeit des Blindengartens und betonte, dass das Konzept sehr gut zu dem der Lebenshilfe passe. Mit dem Standort unmittelbar unterhalb des Gastronomiefreisitzes auf dem Kaiserberg sei eine Stelle gefunden worden, an der die Anlage besser zur Geltung komme als an der Weidenschule, wo der Blindengarten ursprünglich vorgesehen war.
Das Projekt geht auf einen Idee von Diplom-Biologin Doris Preuninger, Leiterin des Ökologieprogramms, zurück. Umgesetzt wird der Blindengarten in Zusammenarbeit des Ökologieprogramms des Referates Soziales, der Stadt Kaiserslautern und der ARGE Kaiserslautern. Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert. Zusätzlich durften sich die Verantwortlichen über eine Spende des Deutsch-Amerikanischen und Internationalen Frauenclubs Kaiserslautern freuen.
Der Blindengarten soll sehbehinderten Menschen das Erleben der Natur und Pflanzenwelt auf spezielle Art und Weise ermöglichen. Die ausgestellten Pflanzen werden einen ausgeprägten Duft oder eine interessante Blattoberflächenstruktur haben, die zum Befühlen, Riechen und Schmecken verführen. Die Beete werden erhöht angelegt, damit einerseits die Wegeführung gut zu ertasten ist und andererseits die Pflanzen in einer Höhe stehen, die das bequeme Erreichen für die Besucherinnen und Besucher ermöglicht. Angedacht ist auch die Installation verschiedener Klangkörper und betastbarer Skulpturen mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. Hinweistafeln in Brailleschrift werden ebenso zum Blindengarten gehören, wie ertastbare Hölzer, Rinden und Mineralien.