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3. Kaiserslauterer Festival des nacherzählten Films am 11. Juni im Pfalztheater
Hobbybäcker gesucht
Dr. Klaus Weichel: „Zusammenarbeit der Beteiligten hat reibungslos funktioniert.“
Weitere Informationen erfolgen in Kürze
Fantasy-Autor Wolfgang Hohlbein ist mit 37 Millionen verkauften Büchern der erfolgreichste Autor Deutschlands, weitere fünf Millionen wurden weltweit in 45 Sprachen übersetzt, dazu kommen Comics und Hörbücher. Im Januar 2012 hat die Rockoper nach dem gleichnamigen Romanzyklus „Die Chronik der Unsterblichen“ mit der Band Vanden Plas am Pfalztheater Welturaufführung.
Auf der Jagd nach dem Geheimnis ihrer Unsterblichkeit führt die Reise von Andrej Deelãny, einem transsilvanischer Schwertkämpfer, und Abu Dun, einem nubischen Piraten und Sklavenhändler, durch die europäischen Landstriche und Metropolen des 17. Jahrhunderts….
Herr Hohlbein, handelt es sich bei den beiden Hauptfiguren um Vampire?
Wolfgang Hohlbein: „Ja, aber keine Vampire, die den Leuten das Blut aussaugen. Ich glaube, so war das in der Geschichte auch nie gedacht. Dieser Vampirglaube ist ja viel älter als das Buch von Bram Stoker, der nur der Erste war, der sie aufgeschrieben hat. Ich glaube, es ist die Urangst, von jemandem anders das Leben bzw. die Lebenskraft gestohlen zu bekommen. So funktioniert das in meinen Geschichten auch. Meine Unsterblichen können sich von der Lebenskraft anderer ernähren. Es sind „liebe Vampire“, die fressen natürlich nur Bösewichte. Sie werden halt nur so genannt, um auch das mit dem alten Volksbrauch zu verknüpfen, aber es sind keine Blutsauger – eher Lebensdiebe.“
Was ist die Geschichte der Unsterblichen?
„Im Grunde sind es zwei Geschichten. Die Geschichte der beiden Personen, die gute Freunde sind und auch mal austesten, was man für einen Freund tun muss. Gibt es da Grenzen oder was bedeutet Freundschaft? Und da ist die Vater-Sohn-Geschichte, die man im Grunde in jedem zweiten Western oder bei Star Wars findet: es kann nur einen geben, den Staffelstab vom Vater zum Sohn weitergeben, was nicht immer so reibungslos funktioniert.“
Hat die Geschichte einen historischen Hintergrund?
„Geschichte hat mich schon immer interessiert, gerade die Zeit vom späten Mittelalter bis zur Renaissance. Den Jungen, der früher mit der Ritterburg gespielt hat, schreibt heute Fantasy-Geschichten, eine Mischung zwischen tatsächlichen historischen Ereignissen und der reinen Fantasie. Es muss ja auch nicht alles stimmen. Ich schreibe keine Bücher, in denen die Fakten so hundertprozentig sind, dass man sich darauf verlassen kann. Bei manchen Autoren können Sie sicher sein, wenn deren Held in eine Straßenbahn einsteigt, dass diese auch genau nach dem Fahrplan dort fährt. Bei mir sollten sie sich nicht darauf verlassen, dass es da eine Straßenbahn gibt.“
Was ist es für ein Gefühl, jetzt die erste Bühnenumsetzung zu erleben?
„Das ist toll. Ich habe schon öfter mit Musikern zusammengearbeitet, aber das waren kleinere Produktionen. Aber jetzt so was auf einer großen Bühne, vor allen Dingen mit einem so großen Aufwand – ist etwas Besonderes und ich bin auch ganz aufgeregt. Ich sehe das als Kompliment, dass sich das Pfalztheater auf dieses Experiment einlässt.“
Interview und Foto: Petra Rödler
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