Dr. Klaus Weichel: „Zusammenarbeit der Beteiligten hat reibungslos funktioniert.“
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Premiere von "Tannöd" am Pfalztheater
Erste Emotionen gab es schon zu Beginn des Abends: freudige Erwartung auf die neue Saison und viele Besucherinnen und Besucher freuten sich, bekannte "Gesichter" wieder zu treffen. "Schön, dass es wieder los geht", war wohl der meist gesprochene Satz vor dem Premierenstück. Und dann folgte eine glanzvolle "Madama Butterfly".
Die große Bühne des Pfalztheater war räumlich auf einen Raum konzentriert, der sich durch Schiebeelemente immer wieder verändern lässt, aber trotz seiner Schlichtheit und Modernität die Zuschauer in ein asiatisches Haus blicken lässt. Die Klarheit des Bühnenbildes erlaubt es dann auch, dass man sich beim Zusehen und Zuhören ganz und gar auf die Hauptakteure und die Musik einlassen kann. Wundervolle Szenen, die ohne Aktion auf der Bühne so manchen Zuschauer auch mal die Augen schließen lassen, um die grandiose Leistung des Pfalztheater-Orchesters einfach nur zu hören. Aber auch die Akteure auf der Bühne bringen eine großartige Leistung, allen voran Adelheid Fink (Butterfly) und Steffen Schantz, zwei "Schätze", die das Pfalztheater seit langen bewahrt und gefördert hat und die nun auf der Bühne wahrlich strahlen.
Zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben und der Politik konnte Intendant Johannes Reitmeier nicht nur zur Aufführung, sondern auch auf der anschließenden Premierefeier begrüßen, darunter auch Walter Schumacher, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur. "Ich habe eine ganz große Aufführung gesehen von klassischer Eleganz und Modernität ohne Provokation und ich habe wunderbare Stimmen gehört und wunderbare Musik eines großartigen Orchesters", zog er sein eigenes Resümee des Abends und bestätigte den Rückhalt durch die Landesregierung.
Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt begrüßte die Gäste im Namen der Stadt Kaiserslautern und gestand, dass es zum Ende der Aufführung nicht ganz ohne Taschentücher ging. "Es war ein großer Abend, ein fantastischer Abend! Wir brauchen dieses Pfalztheater und wir brauchen die Kultur in dieser Stadt. Wir können keine Universitätsstadt und keine Stadt der Wissenschaft sein, im globalen Wettbewerb um Arbeitsplätze und Neuansiedlungen bestehen und diese Stadt interessant und urban zu halten, ohne die Kultur. Das gilt für das Pfalztheater im Besonderen, das gilt aber auch für die Kultur im Allgemeinen. Deshalb brauchen wir eine Lobby, deshalb brauchen wir Sie, meine Damen und Herren, die der Kultur eine Stimme verschaffen, so dass die drei Säulen, die wir hier haben, auch nachhaltig bestehen bleiben. Wir haben eine tolle Kultur in Kaiserslautern - die müssen wir bei allen Sparzwängen erhalten!"
"Wir werden uns mit allen Kräften dafür einsetzen, dass das Pfalztheaters auch 2011/12 in eine hervorragende Spielzeit geht", sagte der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder. "Wir wollen das Pfalztheater und die Kultur so sichern, dass die Menschen die hier leben, kreativ betätigen und sich hier engagieren, auch die notwendigen Rahmenbedingungen haben, um hier arbeiten zu können.
Auch der Vereinsvorsitzende der "Freunde des Pfalztheaters", Michael Krauss, beglückwünschte das gesamte Team zu der gelungenen Premiere. An Theo Wieder, Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt und Walter Schumacher gerichtet, sagte er: "Auch wenn düstere Wolken über dem Theaterhimmel in Deutschland hinweg ziehen, sollten wir gemeinsam auch für kommende Spielzeiten dafür Sorge tragen, dass das Pfalztheater weiter Kurs nach vorne halten kann. Deshalb gilt mein Dank an dieser Stelle auch einmal dem Publikum, den Freunden und allen Befürwortern und Unterstützern."
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