Dr. Klaus Weichel: „Zusammenarbeit der Beteiligten hat reibungslos funktioniert.“
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Keine Gefahr für Bevölkerung: Evakuierungsarbeiten am Donnerstag, 17. Mai
Vielfältiges Programm im Theodor-Zink-Museum | Wadgasserhof
Tolle Angebote und reduzierte Preise am 16. Mai auf dem Messeplatz
Premiere von "Tannöd" am Pfalztheater

Urs Häberli © Petra Rödler

Jan Henning Kraus (Oberon), Chor des Pfalztheaters © PT

Thomas Diestler (Puck), Flavia Samper und Chris Kobusch © PT

Daniel Mutlu (Flaut), Günther Fingerle (Schnock), Oliver Burkia (Schnauz), Dominique Bals (Squenz), Henning Kohne (Zettel) © PT

v. l. Markus Penne (Demetrius), Elif Esmen (Helena), Arlette Meißner (Juno), Susanne Pemmerl (Hermia), Daniel Böhm (Lysander)

Thomas Diestler (Puck), Jan Henning Kraus (Oberon) © PT

Astrid Kessler (Titania), Henning Kohne (Zettel) © PT

Urs Häberli (Mitte) nach der Vorstellung © Petra Rödler

Ballettdirektor Stefano Giannetti (2.v.r.) © Petra Rödler

Bezirkszagsvorsitzender Theo Wieder (re.) gratuliert Urs Häberli © Petra Rödler

PT-Intendant Johannes Reitmeier gratuliert dem designierten Intendanten © Petra Rödler
"Flott, frech, fröhlich und frivol - ein Fest der Phantasie" - so fasste Pfalztheater-Intendant Johannes Reitmeier die Premierenvorstellung der "Feenkönigin" am gestrigen Freitagabend zusammen. Das Publikum stimmte dem bereits in der Pause mit einem kräftigen Applaus und nach der Vorstellung mit Bravorufen und noch längerem Applaus zu. Dem wäre nichts mehr hinzuzufügen, wenn...
... es nicht die Inszenierung des designierten und neuen (ab Spielzeit 2012/13) Pfalztheater-Intendanten Urs Häberli gewesen wäre und
... wenn es nicht in der Tat eine außergewöhnliche und bemerkenswerte Produktion wäre.
Zum Stück: Es ist, wie das Pfalztheater in seiner Ankündigung verspricht, ein barockes Fest voll Poesie, Witz, Tanz, Gesang und Spektakel nach dem "Sommernachtstraum" von Shakespeare und eine einmalige spartenübergreifende Gemeinschaftsproduktion von Musiktheater, Ballett und Schauspiel. Und es ist nicht nur eine "Produktion" - das Stück lebt und ist mit so viel Liebe zum Detail eine Aufführung, die das Publikum voller Spannung die Geschichte miterleben lässt.
In einem recht schlichten Bühnenbild, das aber trotzdem sehr fantasievoll umgesetzt ist und dem Publikum Raum für seine eigene Phantasie lässt, agieren Schauspieler, Sänger und Ballett gemeinsam. Und so mancher hinterlässt einen offen staunenden Mund beim Publikum. Bestes Beispiel: Jan-Henning Kraus, "eigentlich" Schauspieler - umso überraschender, mit welcher Bassstimme der Mann seine Rolle als Oberon singt! Aber auch die Stimme und das Spiel des Puck sind fantastisch und mit Staunen aber auch viel Spaß anzuschauen.
Mit Liebe zum Detail ist auch die Choreographie von Ballettdirektor Stefano Giannetti umgesetzt. So tanzt das Ballettensemble am Anfang der Geschichte einen sinnlichen Tango und der barocke Tanz ist nach Originalvorlagen dieser Epoche und mit den damaligen Tanzschritten wunderbar authentisch in Szene gesetzt. Faszinierend sind die Waldgeister. Man kann kaum ein Auge von ihnen wenden, wenn sie sich anmutig, grazil und leicht, ganz sinnlich in rot gekleidet über, durch und unter dem komplettem Bühnebild bewegen. Ihre Bewegungen lassen sie im wahrsten Sinne des Wortes für das Auge des Betrachters schweben. Waldgeister, wie man sie nicht besser und schöner darstellen könnte.
Ein weiteres Element, das für jede Menge Erheiterung sorgt, sind die Handwerker, die während des Stückes ein Theaterstück proben und es am Ende meisterhaft aufführen. Grandios ist Daniel Mutlu, der von seinen Kollegen verdonnert wird, die Frau zu spielen. Günther Fingerle als Löwe mit Postkarton als Mähne und Oliver Burkia als "Wand" sorgen für laute Lacher. Und wie immer hinreißend komisch ist Henning Kohne dieses Mal als verzauberter Esel zu erleben - und dieses Wort trifft seine Darstellung am besten.
Hinzu kommt die wunderbare Leistung der Sängerinnen und Sänger, die wiederum zeigten, dass sie auch schauspielerische Qualitäten haben. Großen Applaus bekam auch das Pfalztheater-Orchester unter der Leitung des Generalmusikdirektors Uwe Sandner. Eine sehr gute Idee ist es, dass dieses nicht tief im Orchestergraben nur zu hören war. Sie waren zu sehen und mancher Instrumentalist agierte sogar auf der Bühne und sorgte für manches Schmunzeln, so zum Beispiel wenn der Fagottspieler ermahnt wird, doch leise zu sein...Wunderbar!
Trotz der vielen einzelnen Akteure und Geschichten in sich, gelingt es Urs Häberli aus allem eine Geschichte zu machen, die den Zuschauer zu jeder Zeit in seinen Bann zieht, mit allen Facetten des Lebens und der Traumwelt (Humor, Ernst, Erotik, Eifersucht, Hass, Liebe und Leidenschaft). "Ein pralles Stück Sommernachtstraum" - nannte es Pfalztheater-Intendant Johannes Reitmeier auf der anschließenden Premierefeier. Dem ist nun an dieser Stelle nichts mehr hinzuzufügen!
Und zum "Thema des Abends" sei an dieser Stelle nur noch kurz hinzugefügt: Viele gratulierten Urs Häberli zu einem guten "Einstand" - ein Wort, das die Sache eher weniger trifft. Diese Inszenierung ist eine gelungene "Fortführung" seiner bisherigen Arbeit am Pfalztheater. Man bedenke nur den grandiosen "Orfeo" (2009) oder die erfolgreiche Inszenierung von "Christ0"... Eine Fortführung, die ihn neben seiner bisherischen organisatorischen Leistung für das Pfalztheater als künftigen Intendanten mehr als qualifiziert.
Es gibt von der Feenkönigin insgesamt fünf Vorstellungen und daher nur noch wenige Karten. INSiDER verlost für die Vorstellung am 28. Juni 3x2 Karten. Wer mitmachen möchte, kann auf der INSiDER-Seite auf Facebook noch bis zum 21.6. an der Verlosung teilnehmen: www.facebook.com/insider.kaiserslautern
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