Er war Pfälzer mit Leib und Seele: Peter Jochen Degen. Fan des 1. FC Kaiserslautern, Fastnachter...
Nach Abschluss der Saison 2011/12 hat sich der 1. FC Kaiserslautern von Cheftrainer Krassimir...
3. Kaiserslauterer Festival des nacherzählten Films am 11. Juni im Pfalztheater
Hobbybäcker gesucht
Dr. Klaus Weichel: „Zusammenarbeit der Beteiligten hat reibungslos funktioniert.“
Weitere Informationen erfolgen in Kürze
Tja, das liebe Geld. Der eine hat es und ist unglücklich, der andere hat es nicht und ist glücklich, oder umgekehrt. Obwohl das Volksstück von Ödön von Horváth knapp 80 Jahre alt ist (Uraufführung 1932) hat es nichts an Aktualität verloren.
Kasimir hat gerade seinen Job verloren und hat keine rechte Lust, zu feiern. Doch seine Freundin Karoline will sich auf dem Oktoberfest amüsieren. Er hat Zweifel, dass sie ihn als Arbeitslosen weiter lieben wird und so streiten sich die beiden. Karolines Schlussfolgerung: „Vielleicht sind wir zu schwer füreinander.“ Und so trennen sich ihre Wege auf dem Jahrmarkt. Karoline vergnügt sich zunächst mit dem korrekten, zuverlässigen und keinen Alkohol trinkenden Zuschneider Schürzinger - bis sie auf die beiden betuchten Herren Rauch und Speer trifft. Sie lässt sich von Rauch Freifahrten schenken, trinkt mit beiden Wein und fährt mit ihnen dem scheinbar gesellschaftlichen Aufstieg entgegen…
Kasimir trifft auf dem Oktoberfest das Liebespaar Franz und Erna. Sie verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit kleinen Diebstählen. Auch bei den Kleinkriminellen fließt der Alkohol in Strömen und Kasimir lässt sich prompt als Schmierensteher für eine Diebesaktion anheuern. Franz wird geschnappt, kommt ins Gefängnis, und Kasimir bleibt mit Erna zurück.
Inzwischen hat aber Rauch auf der Spritztour mit der Nobelkarosse am Steuer seines Wagens einen Herzanfall. Karoline rettet ihm das Leben doch er will nichts mehr von ihr wissen. Und so begegnen sich Kasimir und Karoline, wie bereits einige Male vorher auf dem Rummel, wieder auf dem Festplatz, aber mit der Versöhnung wird es nichts mehr. Das gegenseitige Vertrauen ist zerstört und so muss sich Karoline mit Schürzinger und Kasimir mit Erna zufrieden geben.
Was macht Geld oder auch kein Geld mit Menschen, was macht Alkohol mit Menschen und welche Rolle spielt Macht in zwischenmenschlichen Beziehungen? Das temporeiche Stück beleuchtet all diese Facetten teils unterhaltsam, teils ernst. Und dabei punkten nicht nur die beiden Hauptdarsteller mit ihrer schauspielerischen Leistung. Alle Rollen sind es wert, sich für ein paar Minuten jeweils ganz auf sie zu konzentrieren. Egal, ob die beiden „noblen Herren“, die „leichten Mädchen“ oder die „Abnormität“… Theater soll unterhalten. Wenn das mit kritischen Stücken und Meinungen bewirkt werden kann, wie bei „Kasimir und Karoline, umso besser.
Karten unter: www.pfalztheater.de/spielplan/schauspiel/kasimir-und-karoline
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