3. Kaiserslauterer Festival des nacherzählten Films am 11. Juni im Pfalztheater
Hobbybäcker gesucht
Dr. Klaus Weichel: „Zusammenarbeit der Beteiligten hat reibungslos funktioniert.“
Weitere Informationen erfolgen in Kürze
Keine Gefahr für Bevölkerung: Evakuierungsarbeiten am Donnerstag, 17. Mai
Vielfältiges Programm im Theodor-Zink-Museum | Wadgasserhof
Alles beginnt in der winzigen Küche des China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurants "Der goldene Drache", wo der größte Teil der Belegschaft ohne Aufenthaltsgenehmigung arbeitet und ein junger Chinese von Zahnschmerzen geplagt wird... Im gleichen Haus: Ein junges Ehepaar, das ungeplanten Nachwuchs erwartet, ein betrogener Ehemann, der von seiner Frau verlassen wird, eine Stewardess... Im Haus nebenan: ein Ladenbesitzer, der in seiner Wohnung nicht nur Lebensmittel lagert sondern auch eine Asiatin versteckt...
Und alle kommen mehr oder weniger durch das Restaurant zusammen. Dessen Belegschaft begegnet den Zahnschmerzen kurzerhand mit der Rohrzange. Der Kleine überlebt das Ganze nicht und der Zahn landet in der Thai-Suppe der Stewardess und Stammkundin von nebenan. In einen Drachenteppich gewickelt, landet der tote Chinese im Fluss und schwimmt von dort nach China. Da auch die Stewardess nicht weiß wohin mit dem Zahn, landet auch dieser schließlich im Fluss, an dessen Ufer sich alle am Ende begegnen, um dann doch wieder auseinanderzugehen...
Mitten im Stück die Geschichte von der hungrigen Grille, die sich prostituieren muss und von den Ameisen gnadenlos ausgenutzt wird, nur damit sie etwas zum Fressen hat und den langen Winter überleben kann. Auch dieses Bild schließt sich am Ende mit dem Schicksal der versteckt lebenden Asiatin, die vom betrunkenen Freund des Lebensmittelhändlers missbraucht wird.
Am Anfang des Stückes scheint alles ohne Zusammenhang. Einzelne Geschichten und Schicksale, die die globalen Probleme von heute widerspiegeln. Fünf Schauspieler (Markus Penne, Hannelore Bähr, Elif Esmen, Reinhard Karow und Markus Kloster) schlüpfen in insgesamt 17 verschiedene Rollen. Temporeich geht das Stück dann auch von Szene zu Szene. Und so wie diese wechseln, wechseln auch die Gefühle bei den Zuschauern, die in dieser Inszenierung mal wieder auf der Bühne sitzen dürfen, weil im Zuschauerraum gespielt wird. Von urkomisch bis zu tief betroffen und traurig, lässt das Stück fast keine Facetten von Gefühlen aus. Interessant und irgendwie fesselnd, weil man am Ende einer jeden Szene eigentlich gleich wissen will, wie es denn jetzt weitergeht mit dem Chinesen oder der Grille...
So wie das Stück waren auch die Reaktionen der Zuschauer: einzelne Thematiken wurden am Ende diskutiert und besprochen, dem einen war es zu lang, mein Sitznachbar hat sich zeitweise weggeschmissen vor Lachen... Da hilft nur eines: das Stück selbst ansehen und mitdiskutieren!
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