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Kolumne Kummer Carsten
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08.03.09

Kummer Carsten März 09

 

Hallo Carsten, mein Lieber!

Um auf Deine Raab-Antwort von letztens einzugehen: findest Du etwa nicht, daß der Bohlen total gemein und DSDS die absolute Volksverdummung ist? Das solltest Du als kritischer Journalist doch einmal ganz deutlich zum Ausdruck bringen.

Gruß

Dein Dirk

 

Tach Herr Bach!

Der geistige Tiefflug ist ohnehin kaum mehr aufzuhalten, wenn in einer Nation die Blöd-Zeitung als auflagenstärkstes Blatt zur MeinungsBILDung herangezogen wird, sich über Castingwahn das Hirn zermartert wird (anstelle den Ausschaltknopf zu betätigen), Frauen getauscht werden, ausgewanderte Möchtegern-Texaner plötzlich als Literaten umjubelt werden oder irgendwelche abgetakelten Promis sich im Urwald zum Deppen machen.
Wie war das noch mit dem Glashaus und den Steinen?

In diesem Sinne

Der KummerCarsten

 

Geschätzte Medien-Kollegen!

Bitte unterstützt tatkräftig unsere Deklaration, in welcher wir die Ministerpräsidenten der Länder bzw. die Landesrundfunk- bzw. -medienanstalten sowie die öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanstalten darum bitten, eine Gesetzesgrundlage zu schaffen, damit die Werke deutscher Künstlerinnen und Künstler bzw. Musikurheberinnen und Musikurheber großzügiger berücksichtigt werden. Also eine Quotenregelung, wie sie beispielsweise in Frankreich praktiziert wird.
Rundfunksender sollten u.a. dazu verpflichtet werden, mind. 40% ihrer Musikprogramme mit Produktionen einheimischer Künstler zu bestreiten.

gez. das Gros deutscher Rock- und Popmusiker


Lieber DRMV!

Ignorieren wir großzügig für einen Augenblick mal all die Radioeinsätze der Silbermonde, Toten Hosen, Ärzte, Rosenstolzes, Lindenbergs, Reamonns, Maffays, Grönemeyers, Scorpions‘, Naidoos, Scooters, Louisans, PURs oder BAPs dieses Landes. Und tun wir doch mal für einen Moment so, als gäbe es all diese „Hausfrauensender“ nicht, die zu über 90% einheimisches Liedgut über den Äther jagen.Dann, aber auch nur dann, wäre die Forderung nach einer Quote durchaus überlegenswert.
Man könnte allerdings auch einen Teil der Deklarations-Unterzeichner daran erinnern, daß sie ihre Funktion als Gesellschafter der Deutschen RockRadio GmbH dadurch mit „Sinnhaftigkeit“ füllen könnten, indem sie in den angeschlossenen Sendern für die geforderte Quote sorgen.
Interessanterweise haben sich diese Sender jedoch zumeist dem sog. „Classic Rock“ verschrieben; eine Musiksparte, deren Vertreter äußerst selten einheimischer Herkunft bzw. deren Titel noch seltener deutschsprachig sind.
Wenn das mal keine spannende Herausforderung ist...

Euer Carsten

 

Sehr geehrter Herr Kummer.

Mit Befremden erblicke ich seit Tagen auf einer Werbetafel das Konterfei, nebst einem Gemälde aus seiner Feder, des erklärten Rebellen und „Aufrüttlers“ Udo Lindenberg, worauf er für die BILD-Zeitung wirbt.
Das kann doch wohl nicht angehen!? Ausgerechnet für dieses menschenverachtende, an Würde- und Respektlosigkeit kaum zu unterbietende Blatt, dessen Niveau weit jenseits dessen liegt, wofür es überhaupt noch einen Ausdruck gibt, stellt eine Ikone der Verständigung, ein ewiger Mahner für den friedvollen Umgang miteinander seinen Namen zur Verfügung?!

Unfaßbar. Mir fehlen einfach die Worte...

Ein enttäuschter Fan


Lieber Fan.
Mir auch!

Carsten



Sehr geehrter Herr Kummer!

Finden Sie nicht auch, daß es nicht zuletzt infolge der schrecklichen Ereignisse von Winnenden mehr als an der Zeit wäre, rigider gegen den Verkauf dieser sogenannten „Ballerspiele“ vorzugehen? Meines Erachtens herrscht hierzulande ein viel zu laxer Umgang mit diesem Thema. Es müßte mit sofortiger Wirkung ein Verbot für diesen Mist erlassen werden!

Ihr P. Opulist

Lieber Hinterbänkler.

Wir brauchen gewiß nicht darüber zu streiten, ob derartige „Spiele“ diese Bezeichnung überhaupt noch verdienen. Überlegenswert finde ich hingegen, ob man diesem „Mist“ tatsächlich eine Ursächlichkeit oder gar Auslöserfunktion zuschreiben kann. Während es beispielsweise in den USA und vor allen Dingen Deutschland (also beides Länder mit bislang schweren Fällen von Amokläufen) diverse Kontrollmechanismen bzw. -institutionen für die Überprüfung von Spielen oder Filmen gibt, kennt man beispielsweise im benachbarten Österreich oder den Niederlanden so etwas wie „Indizierung“ gar nicht. Insofern haben voreilige Verbotsforderungen für mich stets etwas von wildem Aktionismus und erinnern mich an Zeiten, in denen der Hintergrund für ähnlich fürchterliche Taten, angeblich der Konsum von Horrorfilmen gewesen sein soll. Einige Jahre später machten selbst ernannte Sittenwächter -wie beispielsweise ein gewisser Al Gore- die Musikrichtung Heavy Metal für diverse Gewalttaten verantwortlich... und Volks- wie Medienvertreter dies- und jenseits des Atlantiks machten jeweils fleißig mit bei dieser modernen Form des Exorzismus‘.
Ohne diese sogenannten „Killerspiele“ verharmlosen zu wollen, darf die berechtigte Frage gestattet sein, wieso (um besagten Herrn Gore zu zitieren) die „unbequeme Wahrheit“ eigentlich keiner hören will: es mangelt weitestgehend schlicht an Erziehung und RESPEKT - dem A und O jedweden gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Indessen „Hexenjagd“ auf Film-, Spiele- oder Musikindustrie zu machen, scheint für die politische Karriereleiter bzw. Einschaltquote / Auflage weniger schädlich als sich mit einem Gutteil der Bevölkerung anzulegen.
Aber der erste Schritt, seinen (jugendlichen) Mitmenschen einen Grundwert wie Achtung zu vermitteln wäre, ihnen z.B. Aufrichtigkeit entgegen zu bringen.

Ein nachdenklicher

KummerCarsten