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Hobbybäcker gesucht
Dr. Klaus Weichel: „Zusammenarbeit der Beteiligten hat reibungslos funktioniert.“
Weitere Informationen erfolgen in Kürze
In 6 zertifizierten Screening Zentren in der Pfalz hat jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren die Möglichkeit, alle 2 Jahre an dem qualitätsgesicherten Programm teilzunehmen.
In Deutschland erkranken jährlich etwa 58.000 Frauen an Brustkrebs, davon 2600 Frauen in Rheinland-Pfalz. Die bundesweite Präventionsmaßnahme hat zum Ziel, die Brustkrebssterblichkeit durch frühzeitiges Erkennen der Krankheit deutlich zu senken. Mittlerweile ist das modernste und größte Brustkrebs-Früherkennungsprogramm das es weltweit gibt in Deutschland 5 Jahre in Betrieb.
Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen in Deutschland. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO könnte die Sterblichkeitsrate um bis zu 35 Prozent gesenkt werden. Allerdings nur dann, wenn ein Großteil der Frauen die Chance ergreift und regelmäßig am Screening-Programm teilnimmt.
Beim Mammographie Screening handelt es sich um eine spezielle Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust. Screening bedeutet Reihenuntersuchung. Die teilnahmeberechtigten Frauen werden alle zwei Jahre schriftlich zur Früherkennungsuntersuchung eingeladen. Die Teilnahme ist freiwillig. Bei allen Frauen, die gesetzlich versichert sind, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Wer privat oder nicht versichert ist, der erhält - wie bei jedem Arztbesuch - eine gesonderte Rechnung.
In der Westpfalz stehen den teilnahmeberechtigten Frauen 2 Screening Zentren zur Verfügung. Eins davon befindet sich in der Lutrina Straße 2-4 in 67655 Kaiserslautern und das andere im Städtischen Krankenhaus in 66955 Pirmasens in der Pettenkofer-Straße 22. In beiden Zentren wurden im August 2009 digitale Vollfeldsysteme installiert. Es handelt sich dabei um die modernsten und leistungsfähigsten Mammographie Geräte die es aktuell weltweit gibt. „Die Strahlenbelastung für eine Teilnehmerin ist bei der digitalen Vollfeld -Mammographie im Vergleich zu den herkömmlichen analogen Mammographie-Geräten deutlich geringer. erläutert Dr. Kurt Scherer aus Pirmasens, der gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Jürgen Roth aus Ludwigshafen dieses Programm in der gesamten Pfalz verantwortet.
Die Mammographie wird von einer speziell ausgebildeten, zertifizierten Fachkraft durchgeführt. Nach der Untersuchung, die nur wenige Minuten dauert, erhalten die Teilnehmerinnen dann innerhalb von 7 Werktagen schriftlich Bescheid. Der Grund dieser Wartezeit auf den Befund liegt an den Qualitätsmerkmalen des Programms. Jede Aufnahme muss von mindestens zwei besonders erfahrenen Experten, die mehr als 5000 Frauen pro Jahr begutachten, befundet werden. Beruhigend ist die Tatsache, dass bei etwa 95 Prozent aller Frauen der Befund negativ ist, also kein Hinweis auf Brustkrebs vorliegt. Um sich auf die Untersuchung vorbereiten zu können erhält jede Frau mit der Einladung eine Informationsbroschüre. Außerdem hat sie die Möglichkeit sowohl unmittelbar vor als auch nach der Untersuchung Fragen an die Mitarbeiterinnen zu stellen. Wenn die Röntgenassistentin vor Ort Fragen nicht ausreichend beantworten kann besteht die Möglichkeit, dass Kontakt mit dem Programmverantwortlichen Arzt hergestellt wird.
Bei einem unklaren Befund wird die Frau aus der Westpfalz kurzfristig zu einem Abklärungstermin nach Pirmasens eingeladen, und dort von dem Programmverantwortlichen Arzt untersucht. Bei der Abklärung wird die Brust abgetastet, eine Ultraschalluntersuchung und eventuell eine zusätzliche Spezialaufnahme gemacht. Eine Gewebeprobe (Biopsie) zur abschließenden Beurteilung eines auffälligen Befunds ist nur bei wenigen Frauen erforderlich. Das endgültige Ergebnis liegt in der Regel innerhalb weniger Tage vor. Von Teilnehmerinnen wird immer die Frage gestellt, warum werde ich zur Abklärung nach Pirmasens einbestellt? Der Grund liegt darin, dass bei diesem qualitätsgesicherten Programm nur der Arzt mit der größten Erfahrung die Abklärungsuntersuchung durchführen darf. Dies ist für die Westpfalz der Programmverantwortliche Arzt Dr. Kurt Scherer bzw. seine Kollegin Frau Dr. Pazolt, die ebenfalls die Qualifikation als Programmverantwortliche Ärztin besitzt. Beide haben Ihren Tätigkeitsbereich schwerpunktmäßig in der Screening Zentrale in Pirmasens. Klientinnen bei denen eine solche Maßnahme erforderlich ist haben dabei den Vorteil, dass sie in der Abklärungseinheit in PS mit neuen und sehr leistungsfähigen Gerätschaften untersucht werden, keine Wartezeiten haben und in der Regel die komplette Abklärungsuntersuchung in einer Hand und in einer Sitzung erfolgen kann.
In der Regel haben die betroffenen Frauen noch keinerlei Symptome. Bei über 80% der Brustkrebstumore die bis jetzt in der Westpfalz gefunden wurden handelte es sich um ein frühes Tumorstadium mit guten Heilungsaussichten, berichtet uns Dr. Scherer, der vom Sinn der Brustkrebsfrüherkennung überzeugt ist. Recht gibt ihm auch der erste Evaluationsbericht, der am 21. September 2009 vom Gemeinsamen Bundesausschuss vorgestellt wurde und eindrücklich den Nutzen des Mammographie-Screenings belegt. Die erste Auswertung hat ergeben, dass mit dem Mammographie Screening Programm in Deutschland deutlich mehr kleine Karzinome gefunden wurden als in der Vor Screening Ära und die Anzahl der Frauen, die bei der Entdeckung des Tumors noch keinen Lymphknotenbefall aufwiesen von weniger als 50% vor der Einführung des Programms auf über 77% angestiegen ist. Wer sich über diese Studie genauer informieren möchte, kann sie im Internet von der Homepage: www.mammographiescreening-pfalz.de herunterladen.
Auf der genannten Seite finden Sie weitere Informationen zum Programm und zu aktuellen Themen. Wer nicht warten möchte bis er schriftlich eingeladen wird, kann sich selbst über die Startseite durch einen Link zu www.radiologie.de per E-Mail für eine Untersuchung anmelden. Die Selbstanmeldung zur Untersuchung mit einem Wunschtermin ist alternativ auch direkt bei der zentralen Stelle unter der Telefonnummer: 01805-770007, per Fax unter der Fax-Nummer: 06321/893-206 bzw. über die E-Mail Adresse der ZS: info@zs-rlp.de möglich.
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