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31.07.10

Alle 2 Minuten - Einbruch ist alltäglich!

 

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Die verursachten Schäden durch Einbrüche in Wohnungen und Gewerbe umfassen jährlich rund 650 Millionen Euro. Doch viele Bürger und Gewerbetreibende unterschätzen die Gefahren und vernachlässigen den Einbruchschutz, obwohl knapp 40 Prozent aller Einbruchsversuche bereits an vorhandener Sicherungstechnik scheitert.

Foto: Pixelio

Foto: Pixelio

Seit Jahren stellen Industrieverbände und Errichter in Deutschland einen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern weitaus geringeren Ausstattungsgrad an Sicherungstechnik fest. Erstmals können zur Erreichung dieser Ziele die Erfahrungen aller relevanten Verbände der Sicherheitsbranche und der Polizei in einer Initiative gebündelt werden. Unter dem Motto „Nicht bei mir - Initiative für aktiven Einbruchschutz“ startet die herstellerneutrale Aufklärungskampagne zum Schutz vor Einbruch, Überfall, Brand- und Gasgefahren. Damit wird ein einheitlicher und umfassender Beratungsstandard gewährleistet. Verbands- und produktübergreifend entwickelt die Initiative neue Lösungen zur Verbesserung des Einbruchschutzes in Haus, Wohnung und Büro.

Gefährliche Unwissenheit und falsche Vorstellungen sind leider weit verbreitet. Sie beweisen ein völlig realitätsfremdes Verständnis von Sicherheit. Eine Sammlung typischer Irrtümer:

„Wer einbrechen will, schafft es auch trotz aller technischen Sicherungen!“
Falsch: Die wenigsten Einbrecher gehören in die Sparte der gut ausgerüsteten Profis. Haus- und Wohnungseinbrecher sind häufig Gelegenheitstäter, die sich durch gute mechanische und elektronische Sicherungen abhalten lassen. Die Erfahrung zeigt: Diebe wollen sich schnell bedienen! Je mehr Hindernisse man dem Einbrecher in den Weg legt, umso seltener erreicht er sein Ziel.

„Einbrecher kommen nur nachts und da bin ich sowieso zu Hause!“
Falsch: 39 % der Wohnungseinbrüche finden tagsüber zwischen 6 und 21 Uhr statt. Durch Beobachtung (Klingeln, Anrufe) wird vorher die Abwesenheit der Bewohner festgestellt.

„Ich bin ja versichert und bekomme alles ersetzt!“
Aber: Keine Versicherung kann ideelle Werte ersetzen oder die psychischen Folgen von Einbrüchen ausgleichen. Viele Haushalte sind oft auch unterversichert.

„Von außen sichtbare Alarmanlagen sind eine Einladung für Diebe.“
Falsch: Die abschreckende Wirkung von sichtbaren Alarmanlagen ist statistisch erwiesen.

„Bei mir wird nicht eingebrochen, denn bei mir ist nichts zu holen!“
Falsch: Fast jeder unterschätzt die Werte, die er zu Hause hat. Außerdem weiß ein Einbrecher meist nicht vorher, ob es sich für ihn lohnt!

Alle Statistiken und Untersuchungen zur Einbruchhäufigkeit sprechen eine klare Sprache: Eingebrochen wird in Deutschland sozusagen im Zweiminutentakt. Die Kriminalitätsstatistik ermittelte für das Jahr 2008 eine Zahl von rund 371.651 Einbrüchen, davon ca. 108.284 in Wohnungen. Betroffen sind dabei nicht nur Villen und einsam gelegene Häuser, sondern oft durchschnittliche Einfamilien- und Reihenhäuser oder Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Gerade die durchschnittlichen Haushalte sind von den Folgen eines Einbruchs schwer getroffen: Abgesehen von den psychischen Folgen sind sich viele Privathaushalte der Werte von alltäglichen Gegenständen gar nicht bewusst. Nicht selten stellt sich erst im Schadensfall eine Unterversicherung heraus.

Prävention und Sicherheit
Um sich gegen Einbruch wirkungsvoll zu schützen, muss man sich nur das Schema, nach dem die meisten Einbrüche zustande kommen, vergegenwärtigen, um den Zusammenhang zwischen Sicherheitstechnik und Einbruchgefahr zu verstehen: Die Zeit spielt bei Einbrüchen die entscheidende Rolle. Die überwiegende Zahl der Täter sucht den einfachsten und schnellsten Zugang, um das Entdeckungsrisiko zu minimieren. Benötigt ein Einbrecher länger als fünf Minuten, um sich Zugang zu verschaffen, lässt er meist von seinem Vorhaben ab. Gute Tür- und Fenstersicherungen können also die meisten Einbrüche vereiteln.

Der Anteil der gescheiterten Einbrüche steigt kontinuierlich. Nach Angaben der Polizei liegt dies am verstärkten Einsatz von Sicherheitstechnik. Scheiterten 2003 noch 30 Prozent der Einbrüche an Sicherheitstechnik, waren es 2007 fast 40 Prozent. Mit anderen Worten: Die Investition in Sicherheitstechnik lohnt sich. Sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen.
Weitere Informationen unter: www.nicht-bei-mir.de





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