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12.01.10

Neue Fenster - Energie sparen durch Wärmeschutzverglasung

 

Bei keinem anderen Bauelement wurde eine vergleichbare dramatische Verbesserung des Wärmeschutzes erreicht wie Fenstern. Insbesondere in den letzten Jahren hat sich hier einiges getan. Fenster mit deutlich verbesserter Wärme- und Schalldämmung sind auf den Markt gekommen. In sehr vielen Fällen lohnt es sich deshalb, in neue Fenster zu investieren.

Herkömmliches Isolierglas im Vergleich zu Wärmeschutzverglasung
Wärmeschutzglas spart pro Quadratmeter etwa acht bis vierzehn Liter Heizöl/Jahr. Der Wärmeverlust bei einer Wärmeschutzverglasung reduziert sich um 50 bis 70 Prozent Wärmeschutzglas bringt weitere Vorteile: die Dämmung ist besser als bei normalem Isolierglas und durch die wärmere Innenoberfläche der Scheiben wird die Wohnung behaglicher.

Wärmeschutzglas=Wärmeschutzglas?
Wärmeschutzgläser gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Bei der Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung sind Gewicht und Abmessungen mit herkömmlichem Isolierglas vergleichbar. Deshalb lassen sie sich in der Regel problemlos in vorhandene Fensterrahmen einbauen. Für die guten Isoliereigenschaften sorgen eine Edelgasfüllung im Zwischenraum und eine dünne, nicht sichtbare Metallbedampfung der raumseitigen Scheibe. Die Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung mit Glas-U-Werten um 0,4 bis 0,8 W/(m²K) erreicht heute den besten Wärmeschutz unter allen Verglasungsarten. Die Dämmwirkung einer Zweischeiben-Verglasung wird durch eine weitere Scheibe und dem zusätzlichen Scheibenabstand, der Metallbedampfung auf insgesamt zwei Scheibeninneroberflächen und der zusätzlichen Argon- oder Kryptonfüllung verbessert. Bei dieser Verglasungsqualität ist es sehr empfehlenswert, die Wärmebrückenwirkung des Scheiben-Randverbundes durch einen vergrößerten Glaseinstand von ca. 2 - 3 cm in einem super-gedämmten Rahmen zu reduzieren. Großformatige Verglasungsflächen führen zu gerigerem Rahmenanteil und weniger Randverbund zwischen den Scheiben und sind daher ebenfalls zu empfehlen. Nachteil ist das die Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung wesentlich schwerer ist und so oft auch neue Fensterrahmen nötig sind.

Der passende Rahmen
Hohe Wärmeverluste können aber auch bei den Rahmen auftreten. Darum sollten sie von Zeit zu Zeit überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Die Marktführer unter den Fensterrahmen sind zu über 80 Prozent Modelle aus Holz und Kunststoff. Holzrahmen haben meistens eine lange Lebensdauer und werden überwiegend aus einheimischen Hölzern wie Fichte, Eiche oder Kiefer gefertigt.
Kunststoffrahmen sind überwiegend aus Hart-PVC, manche besitzen zur Stabilität einen Metallkern. Die Dämmwirkung der Holz- und Kunststoffrahmen ist gut. Etwas schwächer stehen meist Modelle aus Aluminium oder Stahl da. Obwohl die Hersteller in den vergangenen Jahren die Qualität erheblich verbessert haben, erreichen viele noch nicht die Werte der Rahmen aus Holz oder Kunststoff. Besonders Energie sparend sind speziell gedämmte Rahmen oder solche mit Mehrkammerprofilen. Der passende Rahmen ist eine sinnvolle Ergänzung zur Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung.

Alles U oder was?
Die Bezeichnung Ug stellt eine EU-weite Abkürzung für den Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung dar. Der Index „g" steht für die englische Bezeichnung „glazing" (Verglasung). Die Bezeichnung Ug hat den früheren k-Wert abgelöst. Durch die Vereinheitlichung im Zuge der EU-weiten Normung wurde auch die Berechnungsmethode des U-Werts geändert. Die heutige Standardverglasung Ug 1,1 W/qmK ist gleichwertig mit der alten Bezeichnung Kv 1,0 W/qmK. Durch die Auswahl der Wärmeschutzverglasungen Ug 1,0 W/qmK - Ug 0,7 W/qmK nach DIN EN 673 verbessern Sie nicht nur den Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung sondern auch die der Gesamtkonstruktion des Fensters. Prinzipiell gilt: je kleiner der U-Wert desto besser der Wärmeschutz. Der Uw-Wert bezeichnet den Wärmedurchgangskoeffizienten des gesamten Fensters (Rahmen und Verglasung). Der Index „w" steht für die englische Bezeichnung „window".
Einfach gesagt kann man sagen dass je niedriger der UW Wert ist um so besser ist die Wärmedämmung. Näheres erfahren Sie bei dem Fachmann Ihrer Wahl.





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