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05.11.09

Die richtige Heizung? Oder richtig Heizen?

Von: Holger Deutschle

Keine Frage. Der Einbau eines modernen Heizsystems kann Geld und Energie sparen. Aber Energieeinsparungen können auch über ein optimiertes Heizverhalten erreicht werden.

Foto: pixelio

Foto: pixelio

Bei Raumtemperatur von 24 Grad oder höher muss man sich nicht wundern, wenn sich dies auf der nächsten Rechnung niederschlägt. Eine Wohntemperatur von 20 Grad reicht vollkommen aus, um sich wohl zu fühlen und nicht zu frieren. Immerhin werden pro nicht geheiztem Grad Celsius 6 % der Energiekosten gespart. Studien haben ergeben, dass Schlafen in überheizten Räumen gesundheitsschädlich sein kann und eine Schlaftemperatur von 14-18 Grad ausreicht.

Was aber kann man bei einem Wechsel des Heizsystems empfehlen?

Grundsätzlich gibt es hier keine Patentlösung die, unabhängig von der Ausgangssituation, zu einem optimalen Ergebnis führt. Hier müssen immer die Anforderungen der Eigentümer und die Ausgangssituation der Immobilie mit bedacht werden. Fragen Sie Ihren lokalen Fachmann und informieren sie sich. Wir haben einige, auch unerwartete Alternativen und Informationsquellen für Sie zusammengestellt.

Öl-Brennwerttechnik

Die Öl-Brennwerttechnik ist unter Kosten-Nutzen-Aspekt im Gebäudebestand sowie im Neubau eine attraktive Alternative. Die neuen Ölheizgeräte haben in punkto Technologie und Design eine noch vor Jahren so nicht erwartete Entwicklung genommen und brauchen den Vergleich mit entsprechenden Gasheizgeräten nicht zu scheuen.

Eine wichtige Rahmenbedingung hierfür war die Einführung der schwefelarmen Heizölqualität. Insbesondere in Kombination mit dem schwefelarmen Heizöl zählt die Öl-Brennwerttechnik mit zu den effizientesten und umweltschonendsten Heizsystemen. Interessant ist hier vor allem auch der Lageraspekt. Mann kann günstig Einkaufen, wenn der Rohstoff billig ist und ist damit nicht den Preisschwankungen der aktuellen Marktes ausgeliefert sein. Kehrseite dabei ist natürlich dass, wenn der Tank leer ist, Öl zum jeweiligen Marktpreis gekauft werden muss. Planung ist hier alles.
Mehr Infos unter www.iwo.de

Wärmepumpen

Wärmepumpen nutzen letztendlich jene Sonnenenergie, die in Erde, Wasser und Luft gespeichert ist. Das wichtigste Nachteil der Wärmepumpe ist ihr Strom-Verbrauch. Im Vergleich zu anderen Heizungen mit regenerativer Energie ist die Ökobilanz relativ schlecht. Nur im Betrieb mit Öko-Strom kommen die Vorteile der Wärmepumpe voll zum Tragen. Ein weiterer Vorteil ist sicherlich der geringe Flächenbedarf im Haus selbst sowie ein äußert geringer Wartungsaufwand. Ist eine Immobilie nicht ausreichend isoliert ist der Einsatz einer Wärmepumpe aber letztendlich fragwürdig bis ökonomisch unsinnig.
Mehr Informationen:
www.waermepumpe.de


Holzheizung/Pellets

Wer würde nicht gerne umweltschonend heizen und dabei die regionalen Wirtschaftskreisläufe stützen. Pellets sind reine Biomasse. Im Jahr 2008 wurden laut Deutschem Energie-Pellet-Verband in Deutschland mehr als 20.000 Pellets- Heizungen verkauft. Der wichtigste Grund sei hierfür die relativ niedrigen Energiekosten. Aber wie immer wenn ein Energieträger als günstig angesehen wird und alle diese Vorteile nutzen wollen, wird der Preis steigen. Kritiker bemängeln zudem dass die Herstellung der Pellets selbst viel Energie verbraucht die beim Heizen mit abgelagerten Holz nicht aufgebracht werden muss. Vorteil für die Pellet-Nutzer ist dabei aber die Handhabung welche ohne mühselige Arbeiten wie Holzhacken etc.auskommt.

Mehr Infos unter
www.depv.de


Gasbrenntechnik

Der Klassiker war über Jahre, wenn eine neue sparsame Heizung mit ökologischen Anspruch gefragt war: Die Gas-Brennwerttherme. Die neue Generation der Gas-Brennwertkessel sind noch besser gedämmt. Durch ausgeklügelte Temperatur-Steuerungen arbeiten sie noch effizienter und sparsamer. Der Nutzer einer Gastherme ist allerdings den Preisschwankungen der fossilen Brennstoffen ausgeliefert.
Mehr Infos unter www.erdgasinfo.de


Das Großes Plus von allen vorgestellten Heizungsalternativen ist die Kombinierbarkeit mit regenerativen Energien. Der Insider empfiehlt darüber hinaus: Neue Heizsysteme nicht isoliert planen, sondern ins Energie-Konzept des Hauses integrieren!

Beim Neubau: Grundstückslage beachten, Gebäudeausrichtung und Gebäudeform optimieren, optimaler Wärmeschutz in Kombination mit dem Heizsystem

Bei Bestandsimmobilien: Durch Dämmung das Heizungssystem kleiner dimensionieren.

Fast alle Maßnahmen können Sie über Fördermittel finanzieren.
Folgende Links helfen hier weiter:
www.energieverbraucher.de
www.baulinks.de
www.bafa.de
www.kfw.de





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