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12.04.11

Wenn Farbe fliegen lernt

Von: Text & Foto: ADAC

Eben zum Baumarkt, ein paar Sachen kaufen. Farbe, Hammer und eine Topfpflanze, dann alles schnell in den Fond. Doch Hobby-Handwerker sollten bedenken, dass bei einer Vollbremsung diese ungesicherten Gegenstände zu Geschossen werden. Was dann passiert und wie man Risiken vermeiden kann, zeigt der Crashtest.

so nicht

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so ist die Ladung sicher

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so ist die Ladung sicher

so ist die Ladung sicher

Der Farbeimer findet seinen Platz  auf der Ladefläche des Kofferraums, unmittelbar an der Heckklappe. Schließlich haben fünf Liter Wandfarbe ihr Gewicht, da wird nur ungerne rumjongliert. Das rächt sich freilich, wenn der Fahrer massiv auf die Bremse tritt oder ein Auffahrunfall passiert.

Der „Raum“ - in dem Fall der Innenraum des Transportfahrzeuges - bekommt in der Tat eine „neue Farbe“, wenn der Eimer mit Tünche nach vorne segelt und bei der Landung an der Windschutzscheibe zerplatzt. Abgesehen davon, dass eine nachhaltige Reinigung mit hohem Aufwand verbunden ist, entwickeln ungesicherte Ladungsteile beim Aufschlag eine Wucht, die dem dreißigfachen ihres  Eigengewichts entspricht (bei einem Auffahrunfall aus 50 km/h). Was Klappstuhl -und Tisch, Wandfliesen, Gartenzubehör so alles anrichten können, zeigt der ADAC-Film (www.adac.de unter „Bilder & Videos“) recht anschaulich.

Eine Fahrzeugkarosserie wurde auf der Crashbahn so verzögert, dass ein Auffahrunfall aus 50 km/h simuliert wurde. Auf Ladung und Insassen wirkt dabei das bis zu dreißigfache der Erdbeschleunigung (siehe auch Spalte „Crashgewicht 30g“).

Sicher verstauen ist keine Wissenschaft. Die Anleitung dazu hat der ADAC parat:
Farbeimer und ähnliche schwere, kompakte Teile wie Fliesenpakete gehören in den Fußraum vor der Rücksitzbank. Reicht dort der Platz nicht aus, sollten sie unmittelbar an der Rückseite der (hochgeklappten!) Lehne der Rücksitzbank platziert werden. Die Lehne gibt der Ladung zusätzliche Stabilität.
Umgelegt sollte sie also nur dann werden, wenn Ladeformat -und Volumen das unbedingt erfordern.

Was für jeden Brummi-Fahrer obligatorisch ist und auf dem gewerblichen Transportsektor von der Polizei intensiv kontrolliert wird, gilt auch für den Pkw: Ladung muss gesichert sein. Am besten geht das mit Zurrgurten, die durch die entsprechenden Ösen im Kofferraum - soweit vorhanden - geführt werden. Passende Gurte gibt’s im Baumarkt - der ADAC rät dem Handel, diese im Bereich der Kassen anzubieten. Das bringt zusätzlichen Umsatz, und den den Kunden sicherer nach Hause. Gut mit verwenden lassen sich übrigens auch die Sicherheitsgrute der Rücksitzbank.



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